August 25, 2019

Jon McGregor, Speicher 13. (Reservoir 13, Roman), Liebeskind Verlag, München (2018)

 

 

 

 

 

 

 

Denn die Ungewissheit bleibt. Auch wenn die Jahre vergehen.

 

 

„Seine idyllischen Motive setzt McGregor sparsam, als Kontrapunkte in einer Erzählung, die sich sacht mit Schwere vollsaugt, ohne je lastend zu werden.”
–– Angela Schader, NZZ, Wie auf dunklen Grund getuscht. Ein Dorf im englischen Sheffield: wie provinziell, wie langweilig. Oder doch nicht? Der Schriftsteller Jon McGregor liefert einen literarisch rundum geglückten Gegenbeweis. www.nzz.ch/feuilleton/wie-auf-dunklen-grund-getuscht

 

 

„Jon McGregor erzählt in Speicher 13 weniger einen Kriminalfall, denn eine komplexe Gesellschafts‐ und Naturstudie.”

–– Marius, Buchhaltung

 

 

Doch was diesen Roman zudem zu einer literarischen Perle werden lassen, sind vor allem die Naturbeschreibungen, der Blick auf die Veränderungen der Landschaft, auf das pulsierende Leben von Flora und Fauna, die ebenfalls vom Wechselspiel der Jahreszeiten geprägt sind. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten finden sich in dem Buch.

Man hat während der Lektüre nicht nur das Gefühl, man ist ein stiller Beobachter und Begleiter der Protagonisten und wandelt durch die Landschaft. Vielmehr wird man im weiteren Verlauf des Geschehens nahezu zu einem Einwohner, der mit den Schicksalen und Lebenswegen der Figuren vertraut wird.
–– Constanze Matthes, Vermisst, CulturMag, culturmag.de/crimemag/roman-john-mcgregor-speicher-13

 

 

„Im selben Absatz erfriert ein Schaf, ein Schuppen wird gestrichen, eine Gemeinderatssitzung abgesagt und das Herz einer Rentnerin gebrochen, in jeweils zwei, drei Sätzen: kalt, knapp.

Und genau durch diese Kürze elegisch: Was der Fuchs frisst oder gerade in der Gartenparzelle blüht, wird in der selben Sprache protokolliert wie sexuelle Gewalt oder ein Flirt unter Nachbarn.”

–– Stefan Mesch, Deutschlandfunk, Die kollektive Psyche eines Dorfs in Derbyshire, https://www.deutschlandfunkkultur.de/jon-mcgregor-speicher-13-die-kollektive-psyche-eines-dorfs

 

In seinem Wust an Menschen und Geschichten verliert der Autor nie den Überblick, die jeweiligen Episoden verbinden sich ansatzlos zu einer imaginierten Welt, die offen bleibt. …Jon McGregor gelingt es, das Ganze nicht wie eine Ansammlung von Skizzen wirken zu lassen. Dank seiner sprachlichen Eleganz und unaufgeregten Poesie ist der Roman im Fluss. Mit Stromschnellen.”

–– Jochen König, Krimi-Couch, You’re Lost Little Girl<sup>*</sup> – ein ganz besonderer Roman, https://www.krimi-couch.de/titel/16050-speicher-13/