June 24, 2017

Michelle de Kretser, Der Fall Hamilton (The Hamilton Case. Roman), Verlag Klett-Cotta, Stuttgart (2006), Unionsverlag, Zürich (2008)

hamiltoncase


„Ceylon in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts: Der junge Singhalese Sam gebärdet sich britischer als die Briten selbst. Der Mord an einem englischen Teepflanzer gibt ihm die Gelegenheit, seinen Scharfsinn in die Dienste der Kolonialherren zu stellen. Doch vergeblich. Fassungslos muss er mitansehen, wie Ceylon sich den Weg in die Unabhängigkeit sucht, während ihm sein eigenes Leben entgleitet.”

http://www.unionsverlag.com

Erzählt wird all dies in einer Sprache, die sich folklorisierenden Klischees verweigert und doch die Dschungelhitze, das Stimmengewirr des Landes sowie jene zu sexuell aufgeladener Trägheit führende Tropenfeuchtigkeit in jeder Zeile sinnlich nachvollziehbar macht.“

Marko Martin, Deutschlandradio

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/560934/


 

„Kakerlaken glänzen wie Datteln: Eine Entdeckung. ‚Der Fall Hamilton’ von Michelle de Kretser.

…Der Roman kann ohne Umschweife als echte Entdeckung bezeichnet werden. … Doch nicht nur dramaturgisch, sondern vor allen Dingen immer wieder sprachlich überzeugt dieser spannende und unterhaltsame Roman. Es ist nämlich schlicht sagenhaft, wie diese Frau ihre Sprachlust austobt und immer neue Vergleiche und Metaphern an Land zieht ….
An dieser Stelle ist auch unbedingt die umsichtig gewitzte Übersetzung von Anke Caroline Burger zu loben, welche die Fabulierlaune ins Deutsche rettet.“

Shirin Sojitrawalla, Lesart 4/06, Winter 2006


„LiBeraturpreis 2007 geht an Michelle de Kretser

Australische Autorin wird ausgezeichnet für den Roman ‚Der Fall Hamilton’ – Preisverleihung am 7. Oktober 2007 in der Frankfurter Christuskirche

Frankfurt/Main, 23.07.2007 – Der diesjährige LiBeraturpreis geht an die australische Schriftstellerin Michelle de Kretser. Sie wurde ausgezeichnet für ihren Roman ‚Der Fall Hamilton’ (Klett-Cotta). Die Jury lobte besonders den innovativen Reichtum der Sprache, den Witz und die detaillierte Beobachtungsgabe de Kretsers, mit denen die Autorin den Leser auf eine Reise in eine ferne Welt mitnimmt.

In dem Roman schildert Michelle de Kretser einen historischen Kriminalfall auf Ceylon, die Ermordung eines englischen Plantagenbesitzers. Im Zuge der Ermittlungen enthüllt der in England ausgebildete einheimische Ermittler Stanley Obeysekere nach und nach die wahren Hintergründe, die in den politischen Machenschaften der Kolonialgesellschaft verborgen sind. Damit gelingt es ihr, gleichzeitig einen spannenden Krimi zu schreiben und die historischen Verwerfungen aufzuzeigen, die bis heute im Konflikt von Tamilen und Singhalesen ihren Ausdruck finden.

Die in Sri Lanka geborene Schriftstellerin kam als 14jährige nach Australien. Nach ihrem Studium unterrichtete Sie Literaturwissenschaft an der Universität Melbourne und verbrachte später fünf Jahre in Frankreich, wo sie für den Reiseführerverlag Lonely Planet arbeitete. ‚Der Fall Hamilton’ ist ihr erstes Buch, das ins Deutsche übersetzt wurde.

http://www.liberaturpreis.org/kretser.html


„In ihrem zweiten Roman ‚Der Fall Hamilton’ erzählt Michelle de Kretser eine Geschichte, die im kolonialen Ceylon beginnt und im unabhängig, wenn auch nicht frei gewordenen, Sri Lanka der 70er Jahre eine scheinbare Auflösung erfährt. Der Romanheld ist ein Möchtegern-Dazugehörer, der am Ende einsehen muss, dass er ein Spielball mächtiger Interessen ist.

Erzählt wird all dies in einer Sprache, die sich folklorisierenden Klischees verweigert und doch die Dschungelhitze, das Stimmengewirr des Landes sowie jene zu sexuell aufgeladener Trägheit führende Tropenfeuchtigkeit in jeder Zeile sinnlich nachvollziehbar macht.“

Marko Martin, Deutschlandradio

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/560934/


„Dieser Roman kann ohne Übertreibung als echte Entdeckung bezeichnet werden. …”

Wiener Zeitung, 2.12.2006


„… Der Roman ist eine fabelhaft erzählt Familiengeschichte von politischer Dimension und zugleich des Psychogramm eines Mannes, der glaubt, durch völlige Anpassung der Unterdrückung entgehen zu können.”

Aachener Zeitung, 07.10.2006


„… Um den Kriminalfall herum rankt Kretser mit präziser Sprache und ganz eigenen Bildern jenseits der üblichen Exotikklischees die faszinierende Geschichte einer Gesellschaft im Umbruch. Ihr Witz ist nie verletzend – So schwankt der Leser oft zwischen Lächeln und Kopfschütteln.”

Dorle Neumann, Westfälische Nachrichten, 04.08.2006


„… Ein mit spitzer Feder geschriebener, witziger Gesellschaftsroman.”

Hamburger Morgenpost, 03.08.2006


„… Ein wunderbares Buch ist der Autorin Michelle DeKretser aus Sri Lanka mit ihrem Roman ‚Der Fall Hamilton’ gelungen … Ein großes Lesevergnügen.”

Dresdner Morgenpost, 28.07.2006


„Ein so wundervoller Roman, dass man mittendrin aufhören muss zu lesen, aus Angst zu schnell fertig zu sein.”

Jane Shilling, Sunday Telegraph


„Ich habe den ‚Fall Hamilton’ an einem Tag gelesen, gierig, ganz vertieft in seinen erzählerischen Schwung, seine balancierte Stimme, seine reichhaltige Struktur, seinen geballten Sinn des Lebens. […] De Kretser zeichnet ein kraftvolles Portrait eines bereitwilligen kolonialen Untertanen und seiner Zeit.”

Sydney Morning Herald


„De Kretser verschwendet kein einziges Wort und ihr Witz ist messerscharf.”

America’s Book Review

http://www.klett-cotta.de/autor/Michelle_de_Kretser/645?bereich_subnavi=zusatzinfo

 

Die Autorin:

http://www.unionsverlag.com/info/person.asp?pers_id=1844