August 19, 2017

William Marshall, Manila Bay (Roman), UT Metro/Unionsverlag, Zürich (2000)

ManilaBay_Cover


„Der Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis, der 2003 für die herausragende Übersetzung eines Kriminalromans ins Deutsche ausgeschrieben war, geht an Anke Caroline Burger für ihre Übersetzung des Romans »Manila Bay« des australischen Autors William Marshall.“
http://www.unionsverlag.com/info/text.asp?text_id=2874

Siehe auch Auszeichnungen


Manila hat ein Faible für Kampfhähne, und Battling Mendez ist ihr Champion.

Battling Mendez, der einbeinige Kampfhahn, ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Philippinen, ein Fernsehstar, der für eine Biermarke wirbt und die Bänder bei Supermarkteröffnungen durchtrennt. Mit von der Partie sind: ein anscheinend Irrer, der mit Stinkbomben reiche Touristen attackiert; ein gesitteter Kopfjäger mit Plastikbeilchen, der japanische Touristen erschreckt; eine Piratenbande, die durch die Boatpeople im chinesischen Meer reich wurde und inzwischen beste Verbindungen in höchste Kreise hat. Kein Wunder, dass die Nerven des feingeistigen Lieutenant Elizalde von der Police of Manila blank liegen.


Rezensionen

„Manila Bay inszeniert eine tragische Farce aus Gewalt, Korruption und Wahnsinn auf den Philippinen.“
Wilhelm Roth, epd, 18/2001


„Hier treffen Filipinos, Chinesen, Japaner, Vietnamesen, Spanier und Nordamerikaner aufeinander, und aus diesem Hexenkessel verschiedener Kulturen gewinnt Marshall das Material für seine befremdlichen Abenteuer und Geheimnisse … Marshall zeigt in seinen Krimifarcen eine chaotische Welt, beherrscht von unterschiedlichen Zeitgeschichten und widerstreitenden Kulturen. (…) Das Denken und Sprechen der Figuren ist bestimmt von Unterbrechungen, Pausen, Neuansätzen und Wiederholungen: Die Annäherung an die Wirklichkeit erfolgt stockend. “
Lutz Krützfeldt, Neue Zürcher Zeitung, 21. 8. 2001


„Mit jedem weiteren Roman schien Marshall, der aus einem reichen Fundus von Wissen und Erfahrungen ( u.a. als Totengräber und Lehrer) verfügt, die Dichte und Komplexität seiner literarischen Krimis immer weiter zu steigern – selten trifft man den Wahnsinn geballter. In Krimis so gut wie nie …“
Lars Brinkmann, Spex, Nr. 9/2001


»Kurios und äußerst gut.«
Karin Rumpfhuber LibroJournal


»Mein erfrischendstes Lesevergnügen seit langem.«
P.S. Zürich 13.09.2001


»Marshall schreibt hier zum Lachen komisch, zum Heulen traurig, atemberaubend spannend und ebenso intelligent über Manila und seine Machos, über seine mehr oder minder diskriminierten Minderheiten vom Kopfjäger bis zum Japaner, über Korruption, Boat Peoples und Polizei. Ein Meisterwerk.«
Anne von Blomberg Readme


»Hier in Manila, an diesem wunderbaren, unglaublichen Ort pulsierenden Lebens dreht sich das Karussell der verschiedenen Handlungsstänge immer schneller und schneller, bis es in ein furioses Finale an Emotionen und Action mündet. Was geschieht ist aberwitzig, skurril und treibt dem Leser einen Moment die Lachtränen in die Augen, während er sich im nächsten darüber entsetzt.«
www.krimi-forum.de 13.06.2002


»Das ist grossartig konstruiert und erzählt, hohe Thriller-Literatur.«
Robert Schekulin UFO Buchhandlung Freiburg 01.01.2001


»Die Whodunit-Struktur wird geschickt in die philipinische Geschichte eingebaut und insbesondere der Showdown hat es, wie alle der sehr gut getimten Mordszenen des Romans, in sich.”
Ekkehard Knörer Crime Corner


»Humorvoll und mit genialem Blick für das Absurde greift Marshall die beliebte philippinische Tradition des Hahnennkampfes auf. Meisterhaft nutzt er die skurrile Szenerie für eine soziologische Studie der philippinischen Gesellschaft. Eins der seltenen Bücher bei dessen Lektüre man lauthals lachen kann, aber auch ein erschütterndes Buch, da die politische Realität in Asien dem Leser beklemmend nahe gebracht wird. Ein Krimi der Sonderklasse.«
www.dortmund.de 17.10.2002


»Was auch immer Marshall schreibt, ist es wert, gelesen zu werden!«
Philip Plowden Crime and Mystery Writers


»Eine Figur durchzieht das Buch wie ein roter Faden: Battling Mendez. Ohne diesen einbeinigen Hahn wäre Elizalde nicht imstande, den Fall zu lösen. Das Buch beginnt mit Battling Mendez und endet mit ihm. Und Marshalls Beschreibung eines Hahnenkampfes ist exzellente soziologische Reportage und absurdes Theater zugleich. Darin zeigt sich seine eigentliche Schreib- und Denkweise.«
New York Times


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